GLOBALE GÜTERKETTEN - Weltweite Arbeitsteilung und ungleiche Entwicklung

Buchpräsentation am Mittwoch, 23. Juni 2010, 19.00
Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Robert-Jungk-Platz 1

Die vergangenen Jahrzehnte waren von einer dramatischen Zunahme an grenzüberschreitenden ökonomischen Transaktionen geprägt. Globaler Handel und Investitionen expandierten. Das Resultat ist eine qualitative Neustrukturierung von Güterketten, in denen die Produktion von Waren und Dienstleistungen in einzelne Produktionsschritte aufgeteilt und global verteilt werden. Damit verbunden sind eine Ausweitung von Produktionskapazitäten in Entwicklungsländern sowie eine generelle Neuverteilung ökonomischer Aktivität im Weltmaßstab.

Dies wirft eine Reihe (entwicklungs-)politisch relevanter Fragen auf: Können arme Länder und Regionen durch eine Integration in diese globalen Güterketten und Produktionsnetzwerke ihre Entwicklungsperspektiven nachhaltig verbessern? Welche entwicklungs- und industriepolitischen Konzepte tragen zur Verbesserung ihrer Position in diesen Netzwerken und zur Steigerung der Aneignung regional geschaffener Werte bei? Welche Unternehmensstrategien erklären aktuelle und historische Standortsysteme und was folgt daraus für bestehende und zukünftige Machtasymmetrien und Entwicklungsperspektiven innerhalb von Produktionsnetzwerken? Diesen und weiteren Fragen nähert sich der Band anhand der Perspektive „globaler Güterketten“ an. Die beiden Experten werden Auszüge daraus vorstellen.

Buchhinweis: Globale Güterketten. Weltweite Arbeitsteilung und ungleiche Entwicklung. Wien: Promedia-Verlag, 2010. € 24,90

Christian Reiner ist Assistent für Wirtschaftsgeografie an der Universität Salzburg und Mitherausgeber des Buches.

Lukas Lengauer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für geografie der Universität Salzburg und Mitautor.

Veranstalter: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
Kooperation: Universität Salzburg, Promedia, Südwind Salzburg